life without filters

Mar 7, 2016 Stuttgart, Germany



ich hatte schon vor längerer zeit auf twitter angekündigt, dass ich eigentlich keine lust mehr auf das unechte instagram leben hatte, aber zu deep im system stecke um da wieder rauszukommen. als ich dann in berlin war, hatte ich entgültig die schnauze voll davon. also hab ich einfach aufgehört meine bilder zu verschönern & sie unbearbeitet hochgeladen. ich muss zugeben, das hat ganz schön zeit gespart & wenn ich ein foto in 5 sekunden hochgeladen hatte, haben andere mindestens 5 minuten gebraucht. war ganz witzig mitanzusehn. aber das hier soll per se kein anti-social-media-post werden - lasst euch überraschen.

ich wollte dieser aktion eigentlich gar nicht so viel aufmerksamkeit schenken, fand sie aber selbst zu interessant um euch meine erfahrungen vorzuenthalten. vor meiner no-filter-phase hatte ich einen ziemlich raschen zuwachs an followern, nach einem guten selfie konnten schon mal am tag 15 neue dazu kommen. als ich anfing meine bilder nicht mehr zu bearbeiten & die leute das gemerkt hatten, verlor ich relativ schnell viele wieder davon. ich zwang mich mir keinen kopf um meinen feed zu machen & auch mal ein bild direkt nach dem aufstehn zu posten. in den ersten 4-5 tagen verlor ich im schnitt 10 abonnenten am tag, danach hatte sich die zahl mehr oder weniger eingependelt. die leute hatten sich daran gewöhnt.

wäre meine rechnung aufgegangen & würde meine followerzahl immer noch exponentiell steigen, hätte ich eigentlich ende februar die nächste 100er marke knacken müssen. ich möchte den leuten, die auf die nackte wahrheit keine lust hatten keinen vorwurf machen, darum geht es mir hier nicht. ich trauere diesen menschen auch nicht hinterher, ich habe verständnis dafür. ich finde es nur bemerkenswert wie viel so ein filter ausmachen kann. ich glaube auch der hauptgrund, warum meine abo's wieder langsam (sehr langsam) stiegen, war 1. die neue haarfarbe & 2. die verlinkungen anderer leute. meine haare sind mittlerweile grün & bunte frisuren locken immer viele schaulustige an. zum andern steht bald ein grosses projekt an, für das auf instagram & snapchat schon wie wild die werbetrommel gerührt wird.

warum ich mich letztendlich gegen das experiment entschieden bzw. heute damit aufgehört habe? ich habe trotzdem nach einiger zeit mir wieder gedanken um die darstellung meiner bilder gemacht, in dem punkt hat sich nicht viel verändert. ausserdem hat es mich "gestört", dass ich nicht einfach mal ein bild heller machen konnte oder weniger gelb, bin anscheinend wirklich zu deep im system. es war auf jeden fall eine neue erfahrung, die ich unbedingt ausprobieren wollte & ich bin auch stolz auf mich, dass ich das überhaupt durchgezogen habe. ich für meinen teil werde versuchen meine bilder nicht mehr so stark zu verfälschen (wer weiss für wie lange) & das gilt für allem für selfies. auch wenn ich sowieso kein fan von facetune & dem ganzen kram bin, weniger ist mehr lautet das motto! & von bearbeitungsapps werde ich mich auch erstmal fernhalten, für den anfang bin ich schon froh, wenn ich den kontrast verändern kann. cheerio!

2 comments

  1. Hut ab fand das war ein echt cooles Experiment! Muss man sich auch erst mal trauen und einen bewusst werden was es eigentlich aus macht bzgl Followern und wie das Bild einfach wirkt. Find das macht dich noch authentischer und sympathischer :) <3

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  2. Fand's auch extrem cool! Und find' unglaublich, dass du so ne Anzahl an Followern verloren hast. Ich bleib treu, ich schwör. #liz4life

    xx

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